Julian Charrière

Sep 25th, 2016 – Jan 31st, 2017
Mönchehaus, Museum Goslar

Copyright Dittrich & Schlechtriem, Berlin; Sies + Höke, Düsseldorf
Medium format black-and-white photograph, double exposure through thermonuclear strata, archival pigment on Photo Rag Baryta paper
Semipalatinsk nuclear weapons Test Site in Kazakhstan
152,8 x 182,8 cm
Edition of 3 + 1 AP
Copyright Dittrich & Schlechtriem, Berlin; Sies + Höke, Düsseldorf

Der gebürtige Schweizer (geb. 1987), der seit 2006 in Berlin lebt, macht die Welt zu seinem Studio. Er unternimmt Expeditionen in ferne Länder und bezeichnet sich selbst als “Zukunftsarchäologe”. Seine multimedialen Arbeiten verbinden bildende Kunst mit Wissenschaft, Land-Art mit Archäologie, Romantik mit Sciene-Fiction. In seinen Videos, Skulpturen, Fotografien und Installationen führt er eindrucksvoll vor Augen, wie “der Mensch die größte Erosionskraft in der Natur ist” (Charrière). Seine Bilder zwischen verführerischer Schönheit und latentem Schrecken verhandeln aktuelle Fragen unserer Zeit.

So hat er in Kasachstan ein radioaktiv verseuchtes Atomwaffentestgelände fotografiert (2015) oder ist in Island auf einen hohen Eisberg geklettert (2013), den er mit einem Bunsenbrenner zum Schmelzen bringen wollte. 2014 reiste er nach Argentinien, Chile und Bolivien, um sich auf die Suche nach Lithium, ohne das kein Handy-Akku funktionieren würde, zu begeben. Das Metall wird dort in Salzwüsten gewonnen. Charrière schnitt Blöcke aus den Lithium-Förderbecken und kombinierte sie zu einem minimalistischen Skulpturenensemble. Wie Ausgrabungen aus fernen Zeiten mahnen sie ganz ohne erhobenen Zeigefinger an die Größe und Unendlichkeit der Natur.

Die Ausstellung im Mönchehaus Museum konzentriert sich auf Arbeiten aus drei Werkserien, von denen eine erstmals in Goslar zu sehen sein wird.

About Julian Charrière

Charrière's work is a blend of conceptual explorations and poetic archaeology which includes performances and photographs as well as installations.

Artworks

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