Hedda Roman
How did you happen?
Jan 27th – Feb 28th, 2025
LED wall KÖ Bogen II, Düsseldorf
Daily from 8 – 11 pm
Schadowstraße 42-52, 40212 Düsseldorf
Digitale Animation, generated from Drawings, Texts and Photographs by Hedda Roman, Adaptiert für LED-Wand, 2025
In der Videoarbeit “How did you happen?” tritt Oldboy – eine sich stetig weiterentwickelnde Persona (Avatar) von Hedda Roman – als Autor:in und Zeichner:in in Erscheinung. Im Café sitzend entfalten sich Oldboys innere Gedanken und Phantasien in Text und Zeichnungen als assoziative Kette. In poetischen Satzfragmenten sowie den daraus generierten Bildern spiegeln sich eine mögliche Sinnsuche, während ‘draußen’, hinter der Scheibe der Mülleimer lodert und die fragile Grenze zwischen dem stillen Beobachter und dem Außen, der bewegten Welt verdeutlicht („Die Fensterscheiben und ich, eine schweigsame Familie. Outside: Une poubelle en feu.”) „Newsflash makes my normalcy a perversion”, oder das Vogelmotiv „A stammering Leviathan of the Aves… with a pitched voice, a growing scream…” verweisen auf die Sorge und Teilnahme sowie Teilhabe an einer dystopischen Welt, in der Oldboy trotzdem nach dem ‘Lebenswerten’ nach dem Schönen sucht.
Hedda Roman, ein in Düsseldorf lebendes Künstlerduo (bestehend aus Hedda Schattanik und Roman Szczesny), verbindet in seiner Arbeit Elemente aus surrealer Animation, Literatur, Skulptur, Fotografie und Zeichnung. Ihre Werke hinterfragen kritisch den Aufstieg reaktionärer Essentialismen und setzen ‘unheimliche’ Werkzeuge ein, um blinde utilitaristische Ansätze wie die Skalierungsgesetze in Brute-Force autoregressiven KI-Modellen herauszufordern. Generative KI dient ihnen dabei als Material, um surreale Landschaften, menschliche Ausdrücke und unheimliche Interaktionen zu schaffen.
Im Mittelpunkt ihrer Praxis steht Oldboy, ein Avatar, der digitale und poetische Welten durchquert. In fragmentierten Erzählungen aus Erinnerungen und Träumen verbindet Oldboy KI-generierte Bilder mit handgezeichneten Elementen, um Fragen nach Transformation und Zugehörigkeit zu stellen. Dieser Ansatz eröffnet neue Perspektiven auf die Komplexität von Ursprung und ‘Selbstsein’ und lädt das Publikum zu einem immersiven, multisensorischen Erlebnis ein.