Wo wir sprechen
Group show featuring Magdalena Frauenberg

14. Sept. – 10. Nov. 2024
Kunstverein Bielefeld, Bielefeld

Mit
Magdalena Frauenberg, Anna Bella Geiger, Sonja Heim, Olga Monina, Alexandra Sheherazade Salem, Yvonne Sembene, Laure Prouvost, Nil Yalter, Doris Ziegler

Kuratiert von
Katharina Klang + Victoria Tarak

Copyright the artist; Sies + Höke, Düsseldorf; Photo Fred Dott

Wir alle bewohnen einen Ort in Raum, Zeit und Geschichte, der unser Denken und Handeln mitgestaltet. Mit der Gruppenausstellung Wo wir sprechen möchten wir auf die Bedeutung der Koordinaten blicken, aus denen heraus wir sprechen und fragen, wie sie unsere Standpunkte und Perspektiven prägen.

Selten denken wir an unsere Mund(höhle) als einen Ort. Es ist ein Ort, der einen Übergang von innen nach außen und von persönlich zu öffentlich markiert. Der Mund ist eine Schwelle – in uns und über uns hinausreichend. Eine Übersetzung, die aus unserem Inneren in die Welt reicht.

Copyright the artist; Sies + Höke, Düsseldorf; Photo Fred Dott
Copyright the artist; Kunstverein Bielefeld, Bielefeld; Sies + Höke, Düsseldorf; Photo Fred Dott

In Anlehnung an die Höhlen in unseren Mündern, die räumlichen Anordnungen, die seit jeher als Schutzraum oder Ort der Weitergabe von Geschichte und Wissen fungieren, widmet sich die Ausstellung der Verbindung von Raum und Diskurs und imaginiert unsere Mund(höhlen) zu Spielfeldern kritischer Verhandlungen. In Wo wir sprechen wird Raum als kulturelles Deutungssystem, das gesellschaftliche Zuschreibungen generiert und zugehörige Handlungsfelder situiert, verstanden. Entgegen der Annahme eines „neutralen Raumes“ werden in den Werken persönliche, soziale, (geo)politische und imaginäre Koordinaten von Raum offengelegt.

Copyright the artist; Sies + Höke, Düsseldorf; Photo Fred Dott
Copyright the artist; Sies + Höke, Düsseldorf; Photo Fred Dott

Wo wir sprechen widmet sich neben einer Befragung von Sprache als Kulturtechnik, Formen informeller Wissensproduktion und der Bedeutung sozialer und politischer Verortung. Ebenso werden Herkunft und Migration und damit verbundene Realitäten, Brüche, Fantasien und zukünftige Entwürfe in der Ausstellung wiederholt aufgegriffen und betrachtet.

Copyright the artist; Sies + Höke, Düsseldorf; Photo Fred Dott

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