No Light No Light
Group show featuring Hans Hartung, DECHA, Raphael Hefti, Leiko Ikemura, Véronique Joumard and more
16. Jan. – 28. Feb. 2026
Caprii, Düsseldorf
No Light No Light untersucht die grundlegenden Bedingungen des Sehens und die epistemologischen Voraussetzungen visueller Erfahrung. Licht steht hier nicht als Motiv oder symbolische Metapher im Vordergrund, sondern als Medium, das Wahrnehmung erst ermöglicht und formt. Es ist weniger Gegenstand als Bedingung, eine physikalische, atmosphärische und zugleich immaterielle Größe, durch die Raum, Zeit und Sichtbarkeit hervorgebracht werden.
Ausgehend von künstlerischen Positionen, die Licht als energetisches Phänomen, materiellen Akteur und informationelle Struktur begreifen, vollzieht die Ausstellung dessen Verschiebung von sinnlich erfahrbarer Präsenz hin zu abstrakten und systemischen Ordnungen. Licht fungiert dabei nicht allein als Mittel der Sichtbarmachung, sondern greift aktiv in die Bedingungen ein, unter denen Wahrnehmung entsteht. Sehen erweist sich somit als relationaler, situativer und zeitlich verfasster Prozess.
Die Ausstellung gliedert sich in drei miteinander verbundene Kapitel. Im ersten Kapitel erscheint Licht als energetischer Impuls und performatives Ereignis. Im zweiten Kapitel wird Licht als Material und raumbildende Größe erfahrbar. Im dritten Kapitel tritt Licht als immaterielle, informationelle und zeitbasierte Struktur in Erscheinung. Über alle Kapitel hinweg verschiebt sich der Fokus vom Sichtbaren hin zu den Bedingungen seiner Möglichkeit. Wahrnehmung selbst wird zum eigentlichen Material der Ausstellung.
Raphael Hefti, We somehow all lost our tail, 2025
Heinz Mack, Flügelrelief, 1989
Tatsuo Miyajima, Life (Ku-wall) - no.3, 2014