Florian Slotawa

Solothurn, aussen

Aug 25th—Nov 11th, 2007
Kunstverein Solothurn, Solothurn

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Installation view
Courtesy Solothurn
Photographer Heinrich Breiter

Location

Kunstverein Solothurn
Solothurn

Featured Artists

Der Kunstverein Solothurn hat im Rahmen seiner Projekt-Reihe im Aussenraum den deutschen Künstler Florian Slotawa (*1972) für eine Intervention im öffentlichen Raum eingeladen. Bereits die Installation Mirage (2001) der in Berlin lebenden chinesischen Künstlerin Qin Yufen und die Quadragrotte (2004) von Michael Beutler auf der Aare fanden bei der Solothurner Bevölkerung grosse Resonanz. Der Kunstverein erweitert sein Engagement im städtischen Raum und will damit wiederum unterschiedliche Bevölkerungsteile für künstlerische Fragestellungen sensibilisieren.

Florian Slotawa verwendet für seine Installationen und fotografischen Arbeiten Gegenstände, die er vor Ort findet. Als Arbeitsmaterialien dienten ihm bisher neben seinem persönlichen Hab und Gut auch das Inventar anderer Menschen und Institutionen, z.B. von Kuratoren, Sammlern, Museen oder Hotels. Er arbeitet stets mit Vorhandenem und verändert die bestehenden Konstellationen durch temporäre Eingriffe. Mit seinen Neuarrangements stellt er die Spielregeln verschiedener Sinnsysteme auf den Kopf und provoziert damit Fragestellungen nach den Grenzen der Kunst, des Werkbegriffs und des Selbstverständnisses sowohl des Künstlers als auch der Institutionen. Er hinterfragt herkömmliche Ordnungen und Kategorisierungen und stellt ihnen irritierende Konstellationen entgegen, die die Betrachterinnnen und Betrachter zur Überprüfung und Reflexion ihrer Wahrnehmung anregen.

Für den Kunstverein Solothurn realisiert Slotawa sein erstes Projekt im öffentlichen Raum. Er konzentriert sich dabei auf das Inventar des Parkes des Kunstmuseums. Die vereinzelt platzierten figürlichen und abstrakten Skulpturen wie auch Teile der Parkmöblierung (z.B. eine Laterne) verdichtet er zu einer neuen Gruppierung. Die verschiedenen Skulpturen und Objekte werden dafür von ihrem üblichen Standort entfernt und für die Dauer der Ausstellung zu einer neuen konzentrierten Konstellation zusammengestellt. Slotawa ermöglicht damit einen neuen Blick auf die bekannten und oftmals übersehenen Kunstwerke des Museumsparkes. An den gewohnten Plätzen entsteht gleichzeitig eine Leere durch die Abwesenheit der Figuren, die bei den Passanten eine Irritation hervorruft. Slotawa verfolgt einen skulpturalen Ansatz, der die räumlichen Beziehungen zwischen den Figuren verdichtet und neue Ansichten und Beziehungen stiftet. Auf subtile Weise nivelliert er Kunst und Alltagsdesign und befragt die verschiedenen Gegenstände auf ihre skulpturalen Qualitäten.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit Beiträgen von Sabine Rusterholz und Andreas Fiedler.

© Kunstverein Solothurn

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